Donnerstag, 24. Januar 2013

Zahngesund durch die Schwangerschaft – Karies und Zahnfleischerkrankungen effizient vorbeugen

"Jedes Kind kostet einen Zahn", besagt ein altes Sprichwort. Ganz so dramatisch ist es glücklicherweise nicht: Zwar erhöht sich während der Schwangerschaft das Risiko für Karies und Zahnfleischerkrankungen. Doch mithilfe guter Zahnpflege, bewusster Ernährung und zahnärztlicher Prophylaxe lässt sich diese Gefahr weitgehend bannen. Dr. Anne Herberger, Zahnärztin und Leiterin der Musenhof Zahnklinik, erläutert, was werdende Mütter beachten sollten, um ihre Gesundheit und die des Kindes zu schützen.
In der Schwangerschaft geht es so richtig rund: Die hormonellen Veränderungen beeinflussen den gesamten Körper – und so auch den Mundraum. Das Zahnfleisch wird stärker durchblutet und insgesamt weicher, was es anfälliger für Infektionen macht. Zudem ändert sich die Zusammensetzung des Speichels, wodurch Karies begünstigt werden kann.

"Zahnbettentzündungen kommen in der Schwangerschaft recht häufig vor", so Dr. Herberger. Das Spektrum reicht von leichten Zahnfleischschwellungen und Zahnfleischbluten, in der Fachsprache Gingivitis genannt, bis hin zu einer schweren, irreversiblen Zahnbettentzündung, auch bekannt als Parodontitis. "Viele Frauen vermeiden es, beim Auftreten von Zahnfleischbluten ihre Zähne zu putzen", berichtet Dr. Herberger aus ihrer Erfahrung. "Das setzt den Teufelskreis allerdings erst recht in Gang." Auch für das Baby sind Mundraumerkrankungen nicht ungefährlich: Untersuchungen belegen, dass eine Parodontitis während der Schwangerschaft das Risiko einer Frühgeburt beziehungsweise eines untergewichtigen Kindes um das Siebenfache erhöht. "Durch eine chronische Zahnfleischentzündung gelangen kontinuierlich Entzündungsstoffe in die Blutbahnen, die vorzeitige Wehen auslösen können", begründet Dr. Herberger den Sachverhalt.

Doch das alles muss nicht sein, wenn die Schwangeren einige Grundregeln der Zahnpflege beachten.

Sechs nützliche Tipps für werdende Mütter

1. Mundhygiene – sanft, aber sorgfältig
Wegen der erhöhten Anfälligkeit des Zahnfleischs für Infektionen muss Zahnpflege jetzt besonders gründlich betrieben werden. Bei geschwollenem und empfindlichem Zahnfleisch am besten eine weiche Zahnbürste benutzen!

2. Zwei Prophylaxe-Untersuchungen
Im ersten Drittel der Schwangerschaft sowie im achten Monat sollten sich die Frauen beim Zahnarzt ihres Vertrauens zur Vorsorgeuntersuchung einfinden. "Wir empfehlen dazu eine professionelle Zahnreinigung inklusive einer Fluoridierung der Zähne", so Dr. Herberger. "Das ist eine schmerzlose Behandlung, bei der harte und weiche Beläge sehr gründlich entfernt werden. Die bakterielle Belastung im Mundraum sinkt dabei deutlich."

3. Spülen statt bürsten
Wer aufgrund von Schwangerschaftsübelkeit erbrechen muss, sollte hinterher zunächst nur mit Wasser spülen und mit dem Zähneputzen rund 20 Minuten warten. Der Grund: "Die Magensäure greift den Zahnschmelz an", so Dr. Herberger. "Durch das Putzen würde man sich den Zahnschmelz regelrecht wegschrubben."

4. Calcium schaltet Fluorid aus
Wer Calciumpräparate und zugleich Fluorid (enthalten in Zahnpasta, Spülungen, Tabletten) zu sich nimmt, sollte wissen, dass sich Calcium- und Fluorid-Ionen verbinden. Der Körper kann Fluorid deshalb nicht mehr richtig aufnehmen. Calcium und Fluorid also nicht gleichzeitig anwenden!

5. Akutbehandlung: Nicht mehr als wirklich notwendig
Zahnmedizinische Notfälle müssen auch während der Schwangerschaft versorgt werden. "Wir beschränken uns dabei auf notwendige und unproblematische Behandlungsverfahren", betont Dr. Herberger. Aufwändige Zahnsanierungen sollten besser auf einen Zeitpunkt nach der Entbindung verschoben werden.

6. Zahnfeind Zucker vermeiden
Bakterien im Mundraum ernähren sich von Zucker. Also Finger weg von Süßem! "Wer den Heißhunger auf Schokolade nicht unterdrücken kann, sollte am besten lieber einmal kräftig sündigen als über den Tag verteilt ständig naschen", rät Dr. Herberger.

In der Musenhof Zahnklinik werden Schwangere ausführlich beraten und sorgsam betreut. Um Angstpatientinnen kümmert sich das speziell geschulte Team besonders einfühlsam.


Weitere Informationen und Angaben finden Sie unter http://www.prseiten.de/pressefach/musenhof-kliniken/news/1222 sowie http://www.musenhof-kliniken.de/.

Über Musenhof Deidesheim GmbH & Co.KG:
Die Musenhof Kliniken zählen zu den ersten Schönheitskliniken in Deutschland. Die Privatklinik für plastische ästhetische Chirurgie, die Zahnklinik für ästhetische Zahnmedizin und Zahnchirurgie sowie die Abteilung Diät und Ernährung ist nicht nur in Rheinland Pfalz bekannt, sondern genießt bundesweit einen exzellenten Ruf. Dr. Armand Herberger und seine 14 Spezialisten verbinden innovative Hightech Medizin mit Qualität und Erfahrung aus 18 Jahren klinischer Tätigkeit sowie viel Einfühlungsvermögen gegenüber den Patienten.
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Klinik Mona Lisa - Plastische Ästhetische Chirurgie
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