Donnerstag, 23. August 2012

Fliegerheldin wusste vom Attentat auf Hitler

Mit dem abenteuerlichen Leben von Melitta Schenk Gräfin von Stauffenberg befasst sich eine Kurzbiografie aus der Feder der Autoren Ernst Probst und Heiko Peter Melle.

Fliegerheldin wusste vom Attentat auf Hitler
Grabstätte der Schenken von Stauffenberg
Sturzflüge für Deutschland. Kurzbiografie der Testpilotin Melitta Schenk Gräfin von Stauffenberg


Albstadt / Wiesbaden - Mit einer außergewöhnlichen Persönlichkeit ihrer Zeit befasst sich die Kurzbiografie über Melitta Schenk Gräfin von Stauffenberg (1903-1945) der Autoren Ernst Probst aus Wiesbaden und Heiko Peter Melle aus Albstadt. Die fliegende Gräfin tat sich in den 1930-er und 1940-er Jahren als Entwicklungsingenieurin und Testpilotin hervor. Zu ihren besonderen Leistungen gehören mehr als 2.500 nervenaufreibende Sturzflüge von etwa 4000 bis auf 1000 Meter Flughöhe mit Sturzkampfflugzeugen. Ähnliches hat kaum jemand auch nur annähernd geschafft. Bis zu 15 Mal am Tag unternahm Melitta Schenk Gräfin von Stauffenberg waghalsige Sturzflüge. Wenn sie in genug Höhe aufgestiegen war, senkte sie die Spitze ihres „Stuka“ in Richtung Erdboden, stürzte sich mit der Maschine senkrecht hinab und riss sie kurz vor dem Aufschlag wieder nach oben. Solche waghalsigen Sturzflüge sind für einen menschlichen Körper fast nicht auszuhalten. Meistens verliert ein Pilot dabei kurz das Bewusstsein. Die mutige Pilotin litt unter einem ungeheuren Gewissenskonflikt. Einerseits war sie wegen ihres jüdischen Vaters und wegen ihrer Verwandtschaft mit ihrem Schwager Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der am 20. Juli 1944 das missglückte Attentat auf den Diktator Adolf Hitler verübt hatte, keine Anhängerin der Nationalsozialisten. Neueren Erkenntnissen zufolge ist sie sogar in die Attentatspläne eingeweiht gewesen. Andererseits tat sie alles, um die kämpfenden Verbände zu unterstützen. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Melitta Schenk Gräfin Schenk von Stauffenberg am 8. April 1945 bei einem Flug mit ihrer unbewaffneten Maschine zu ihrem inhaftierten Ehemann bei Straßkirchen, unweit von Straubing, von einem amerikanischen Jagdflugzeug abgeschossen. Sie konnte noch notlanden, starb aber zwei Stunden später im Alter von nur 42 Jahren. Ihr Ehegatte Alexander Schenk Graf von Stauffenberg hat sie um 18 Jahre überlebt. In Berlin erinnert heute die Melitta-Schiller-Straße an die tollkühne Fliegerin. Das Taschenbuch „Sturzflüge für Deutschland – Kurzbiografie der Testpilotin Melitta Schenk Gräfin von Stauffenberg“ schildert das Leben der deutschen Fliegerheldin, die 1937 kurz nach Hanna Reitsch (1912-1997) als zweite Frau in Deutschland zum Flugkapitän ernannt wurde. Die Kurzbiografie ist bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ (München) erschienen, umfasst 84 Seiten, ist reich bebildert und kostet 12,99 Euro. Bei „GRIN“ ist auch ein preiswertes E-Book im PDF-Format erhältlich. Aus der Feder von Ernst Probst stammen zahlreiche Kurzbiografien über berühmte Fliegerinnen, Ballonfahrerinnen, Luftschifferinnen, Fallschirmspringerinnen, Astronautinnen und Kosmonautinnen, die ebenfalls beim „GRIN Verlag“ bestellbar sind. Der Autor Heiko Peter Melle ist ein Kenner der Familiengeschichte der Schenken von Stauffenberg.

Weitere Informationen und Angaben finden Sie unter http://www.prseiten.de/pressefach/autor-ernst-probst/news/695 sowie http://buecher-von-ernst-probst.blogspot.com.

Über Autor Ernst Probst:
Der Wiesbadener Autor Ernst Probst hat von 1986 bis heute mehr als 200 Bücher, Taschenbücher, Broschüren und E-Books veröffentlicht. Bevorzugte Themenbereiche sind Paläontologie, Archäologie, Geschichte und Biografien.

Pressekontakt:
Autor Ernst Probst
Ernst Probst
Im See 11
55246 Wiesbaden
Deutschland
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ernst.probst@gmx.de
http://buecher-von-ernst-probst.blogspot.com

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